Holunder (Sambucus)

Kaum sind alle Samen und gekeimt und die Pflänzchen wachsen so vor sich und gedeihen (mehr oder weniger alleine, tatsächlich jedoch mit ein bisschen Pflege und nicht zu vergessen, wegen der anhaltenden Trockenheit, mit allabendlichen Wassergaben), beginnt auch schon die Erntezeit. Der Rhabarber ist bereits seit einigen Wochen dabei. Hinzu kamen die Erdbeeren. Nun blüht der Schwarze Holunder. Holunder, ein Name wie ein Märchen, in Norddeutschland oft auch als „Fliederbeerbusch“ und in Altbayern und Österreich als „Holler“ oder in der Schweiz und im Schwäbischen als „Holder“ bezeichnet.
Die kleinen Blütchen an den Dolden duften süß und lieblich. Einfangen lässt sich dieses Aroma im Holunderblütensirup.

Eine unmittelbarere Variante den Holunderblütengeschmack zu geniessen ist es, die Blütendolden mit den Kopf nach unten in Pfannkuchenteig zu tunken und zu braten. Yummy!

Die Herstellung von Holunderblütensirup ist recht einfach. Alleine das Grüne von den Blütendolden so weit wie möglich zu entfernen ist etwas zeitaufwendig. Vorher sollten die kompletten Dolden ausgeschüttelt werden, um kleine Insekten und trockene Pflanzenteile zu entfernen. Ausspülen ist möglich, jedoch geht dabei auch der Blütenstaub, also auch ein guter Teil des Blütenaromas verloren.
Zur Herstellung von Blütensirup nehme ich

20 Holunderblütendolden
2 Zitronen
2 kg Zucker
150 ml Zitronensaft (Konzentrat aus der Flasche)
oder 40g Zitronensäure in Pulverform
2 Liter Wasser

Zubereitung
Wasser, Zucker und Zitronensäure in einem Topf erhitzen, bis die Flüssigkeit klar ist.

Währenddessen über einem ca. 5 Liter fassendem Gefäß die Dolden so von den Blüten schneiden, dass möglichst wenig Grün an den Dolden bleibt. Die Zitronen in dünne Scheiben schneiden und über die Blüten geben. Das heiße Zuckerwasser über die Dolden gießen. Gut durchrühren, damit Dolden und Zitronenscheiben von der Flüssigkeit getränkt sind. Abkühlen lassen und das Gefäß verschließen. An einem kühlen Ort fünf Tage ziehen lassen, dabei immer wieder umrühren.

Nach fünf Tagen den Sirup filtrieren (z.B. durch ein Mulltuch oder Küchenhandtuch – die Flüssigkeit sollte möglichst klar sein) und zum Kochen bringen. Die kochende Flüssigkeit in heiß ausgespülte Flaschen füllen und die Flaschen sofort verschließen.

So abgefüllt ist der Saft bis zur nächsten Ernte haltbar. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren.

Der Sirup kann zu Holunderblütengelee verarbeitet werden.

Enjoy!

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